RMZ Witti-Meeris

Fütterung und Haltung


 

 Liebhaberhaltung ab Dez.2014

 (2 Bodenbuchten a 170x80cm im Juli 15 ergänzt)

Die beiden Budenbuchten reichen bis unter das Schwerlastregal. Unter dem Regal ist es eingestreut und dort stehen den Schweinchen Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung. Der Rest der Buchten ist lediglich mit Teichfolie ausgelegt. Zum Rennen, Toben und Erkunden nutzen die Bubenpaare die Buchten ausgiebig und kehren zum Ausruhen und Fressen in den Rückzugsbereich zurück. 

 

 Bau im Dezember 2014

Dieser Eigenbau, 4 Etagen, teils teilbar und einige große Notkäfige stehen unseren Schweinchen aktuell zur Verfügung. Im Sommerhalbjahr dürfen die Meeris zusätzlich auf die Wiese. Die Schweinchen leben nun ganzjährig in Kaltstallhaltung - im Winter natürlich beheizt! Im Frühjahr geht's dann auf die Wiese ;)

 

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Haltung bis Dez.2014

Unsere Tiere leben ganzjährig im Haus, allerdings unbeheizt. Im Winter gehen die Temperaturen schon mal bis auf 8-9 Grad Celsius herunter, sodass die Tiere durchaus alle Jahreszeiten erleben, nur nicht den Temperaturen-Extremen des Hochsommers und des frostigen Winters ausgesetzt sind und eine ganzjährige Zucht ermöglich wird. Besonders den Jungtieren und den Senioren kommt dies zugute. Darüber hinaus werden die Meeris so durchaus eher zugänglich und sind vor allem Alltagsgeräusche gewöhnt, was sie weniger schreckhaft und etwas stressresistenter macht.

Große Bodengehege aus Holz befriedigen den Bewegungsdrang der Meerschweinchen und bieten dank wechselnder Einrichtung viele Unterschlüpfe und Abwechslung.

Ein paar herkömmliche Käfige und eine Notbucht von 0,8 m² stehen ebenfalls zur Verfügung, kranke Meeris, Quarantänetiere und gelegentlich Verpaarungen und Aufzuchtjungs werden hierin untergebracht, da sie besser zu reinigen und zu desinfizieren sind. Sie dienen keinesfalls der längerfristigen Haltung der Tiere, das wäre nicht artgerecht! Unsere gesunden "Käfig-Insassen" bekommen zusätzlich Auslauf auf ihrer "Rennstrecke": Der Gang zwischen den Bodengehegen und Käfigen wird mit Teichfolie ausgelegt und ausbruchsicher gemacht, dann können die Schweinchen hier auf ca 3,5 m Länge und 80-90 cm Breite nach Herzenslust toben, schnüffeln und erkunden. Hier mal Fotos von der "Rennstrecke":

 Als Haltungsform bevorzugen wir Kastraten-Mädels-Gruppen und Böckchen-Kastraten-Gruppen.

Zusätzlich steht uns eine Außenhütte zur Verfügung, die im Notfall Kapazitäten für weitere 60 Tiere sichert und im Winter auch beheizt werden kann, allerdings bei uns als Heu- und Equipmentlager dient.

 

 

 

Fütterung

Unsere Meerschweinchen leisten mehr wie ein normales Liebhabermeerschweinchen. Die weiblichen Tiere, die in die Zucht genommen werden, benötigen viel Energie für ihre Babies und die Aufzucht der Jungen. Auch die Deckböcke haben viel "Arbeit" und einen höheren Bedarf an Energie als so manchens Meeri in Rente oder in einem Kuschelzuhause. Dennoch gilt es zu verhindern, dass die Tiere zu fett werden, also zu hochenergetisch gefüttert werden. Fette Schweinchen haben oft eine geminderte Lebenserwartung, also eigentlich nicht viel anders als bei uns Menschen ;)

Daraus resultiert, dass wir unseren Tieren eine sehr ausgewogene und an ihre Leistung angepasste Fütterung anbieten.

Wer schon einmal bei uns zum Meeris Anschauen gewesen ist, dem wird aufgefallen sein, dass in den meisten Buchten und Bodengehegen eine Heuexplosion stattgefunden zu haben scheint und vor allem keine Fressnäpfe vorhanden sind.

24h rund um die Uhr steht unseren Tieren Heu in Bioqualität, bzw. seit Sommer 2012 aus eigenem Anbau, zur Verfügung. Es stammt von einer ungedüngten Fläche, die lediglich durch das sogenanne "mulchen" mit eigenen Pflanzenanteilen gedüngt wird. Also alles ganz ohne Chemie.  Zusätzlich ist der Wiesenkräuteranteil recht hoch.

Das Sommerhalbjahr über, von ca. April/Mai bis Oktober erhalten unsere Tiere täglich frisch gemähtes Gras und Wiesenkräuter. Auch hierfür steht eine ungedüngte Weide  von ca. 1Hektar Fläche zur Verfügung.

An dieser Stelle vielen Dank an meine Schwiegereltern, die uns Heu- und Weideflächen zur Verfügung gestellt haben. Danke auch an meinen "Sensen"-Mann, der mir bei Wind und Wetter bergeweise Grünfutter mäht.

Gras alleine ist schön und gut, reicht aber nicht aus. Neben der tägl. Grünfuttermahlzeit reichen wir den Tieren verschiedene Obst und Gemüsesorten, wie Fenchel, Möhre, Salatgurke, Eisbergsalat, Tomaten, Paprika, Apfel, Rote Bete , Kohlrabiblätter etc. Dabei wird drauf geachtet, dass stark säurehaltige Sorten nicht an aufeinanderfolgenden Tagen gefüttert werden.

Wenn nun bei uns kaum Futternäpfe zu finden sind, stellt sich die Frage, ob wir denn kein Trockenfutter bzw Pelletfutter reichen.

Wir füttern Cavia Korn von Union, mit einigen zugemischten Bestandteilen. Die Meerschweinchen erhalten kleine Mengen ausschließlich morgens und in ihren Gehegen auf die "Futterplätze" verstreut. So setzt kein Zank um die besten Plätze am Futternapf ein und die Tiere sind mit der Futtersuche ganz natürlich beschäftigt. Grundvorraussetzung: Nur soviel füttern, wie binnen wenigen Minuten gefunden und verzehrt wird und natürlich ein trocker Untergrund. Die Pellets sollen ja nicht überall herumliegen, aufquillen und verderben und werden dann so u.U. noch von den Tieren gefressen...so nicht!

Darüber hinaus steht allen tragenden Damen ab der 2. Woche vor dem frühstmöglichen Wurftermin rund um die Uhr Cavia Korn (natürlich in Näpfen) zur Verfügung. In der kompletten Säugephase bleibt diese Versorgung beibehalten und wird zusätzlich ergänzt durch weitere Bestandteile wie etwa Dill.

Im Winter, gerade in der Außenhaltung, ist der Bedarf an Nährstoffen und Energie naturgemäß höher, die Fütterungsmengen werden dann den Umständen angepasst.

Auch kranke Tiere erhalten eine an ihre Bedürfnisse angeglichene Fütterung, sie werden individuell so optimal versorgt, wie es ihr Wehwehchen oder auch eine ernsthafte Erkrankkung erfordert.

Dass neben dem Heu 24h am Tag Wasser zur freien Verfügung bereit steht ist selbstverständlich.

U.a. die guten Geburtsgewichte der Babies, die durchschnittliche Zunahme der Nachzuchten bis zum Alter von 4-6 Monaten und die rasche Rückker der Mamas nach der Säugephase zu ihrer üblichen Kondition, fassen wir als Bestätigung unserer Fütterung auf.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haribos Ausstieg/Einstieg auf den Abenteuerspielplatz. Hier muss viel überprüft werden, riecht immerhin alles nicht nach Haribo ;) 

 

 

Besuch bei den Nachbarn, die genau wissen, wenn Haribos Ausgang vorbei ist, sind wir dran!

Cuybock Sir Henry und seine beiden Schüler Linus und Leopold beim Toben: